Mehr Energie und Leistungsfähigkeit in der Arbeit

Egal, ob Sie selbst ein etabliertes Unternehmen leiten oder gerade dabei sind eine neue Geschäftsidee umzusetzen, Sie müssen den ganzen Tag über leistungsfähig bleiben und Entscheidungen treffen, Meetings abhalten und Aufgaben koordinieren. Als Unternehmerin oder Unternehmer müssen Sie jeden Tag Höchstleistung erbringen. Das kann sehr schnell an die Substanz gehen, oder schlimmstenfalls sogar in einem Burnout enden. Ich habe hier für Sie 5 einfache Tipps, wie Sie sich „kugelsicher“ machen und leistungsfähig bleiben, ohne sich am Ende vollkommen zu zerstören.

  • Richtig frühstücken

Unser Gehirn macht nur etwa 2% unseres Körpergewichts aus, es verbraucht aber 20% der gesamten Energie, die unser Körper produzieren kann. Dieser enorme Energiebedarf muss gedeckt werden. Ein energiereiches und nährstoffdichtes Frühstück ist daher besonders wichtig, wenn wir wichtige Entscheidungen zu treffen haben und leistungsfähig in den Arbeitstag starten wollen. Echtes „Brain-Food“ liefert viele hochwertige Eiweiße, gute Fette und wenig Zucker. Das hält den Blutzuckerspiegel stabil, liefert langanhaltende Energie und wichtige Baustoffe für Nervenzellen und Neurotransmitter. Ein ideales Frühstück wären zum Beispiel: 2—3 Bio-Eier, Bio-Butter und etwas Rohkost wie Tomaten, Gurkenscheiben oder Selleriestangen.

  • Schlaf und Regeneration

Etwa jeder 3. Erwachsene leidet gelegentlich unter Ein- und/oder Durchschlafstörungen. Bei etwa jedem 10. Erwachsenen liegt aber bereits eine chronische Schlafstörung vor, durch die er sich in seiner Stimmung und Leistungsfähigkeit am Tage erheblich beeinträchtigt fühlt. Schlafstörungen zählen damit (neben Kopfschmerzen) zu den häufigsten psychosomatischen Beschwerden. Es wundert also nicht, dass die Bedeutung von Schlafdauer und Schlafqualität in den letzten Jahren immer mehr ins Zentrum der Forschung gerückt ist.

Ausreichender und erholsamer Schlaf in einer dunklen Umgebung ist, neben einer biologisch angemessenen Ernährung und funktioneller Bewegung, unentbehrlich für Gesundheit und Wohlbefinden. Schlafentzug kann zu Bewegungsstörungen, Störungen der Gedächtnis- und Merkfähigkeit sowie kognitiven Störungen und Halluzinationen führen. Schlafmangel macht, dass wir ähnlich einem Diabetiker auf Zucker reagieren und diesen sehr viel schlechter verarbeiten können. Somit führt Schlafmangel zu starken Blutzuckerschwankungen und Heißhungerattacken, sowie ein Verlangen nach Süßigkeiten oder besonders kohlenhydratreichen Lebensmitteln.

Vermeiden Sie abends Bildschirme, Handys, Laptops und Tablets.

  • Weniger Kohlenhydrate, mehr Fett

Einige von Ihnen werden jetzt vielleicht denken – wie, weniger Kohlenhydrate? Aber das Gehirn braucht doch Zucker, oder etwa nicht? Die Sache ist etwas kniffliger, als es auf den ersten Blick scheint. Unser Gehirn braucht Zucker, ABER – viel weniger als man bisher angenommen hat. Wenn wir viele Kohlenhydrate essen, dann nutzt das Gehirn etwa 140 g Zucker pro Tag. Essen wir weniger Kohlenhydrate lernt unser Gehirn schnell mit anderen Energiequellen zusätzlich zu arbeiten. Lange dachte man, dass dies unveränderlich ist. Doch was passiert, wenn man weniger Kohlenhydrate isst, oder sogar fastet? Da wir im Laufe unserer Entwicklungsgeschichte nicht ständig einen Schokoriegel zur Hand hatten, hat sich die Natur da natürlich etwas einfallen lassen. Es zeigt sich, dass unser Gehirn auch aus Ketonen und Lactat Energie machen kann. Ketone werden von der Leber aus Fettsäuren hergestellt. Unser Gehirn liebt Ketone und bevorzugt diese sogar auch dann, wenn ausreichend Zucker vorhanden ist.

  • Was tun, wenn der kleine Hunger kommt?

Sollten Sie doch zwischendurch eine Kleinigkeit benötigen, dann sollten Sie auch hier wieder zu zuckerarmen und proteinreichen Snacks greifen. Ideal sind ungeröstete Nüsse, wie Mandeln, Macadamia oder Walnüsse, ein paar Stücke vollfetter Käse mit Apfelspalten oder ein griechisches Jogurt mit gehackten Nüssen. Diese Snacks geben Energie und der Blutzucker bleibt stabil.

  • Mikronährstoffe gegen Stress

Vitamin- und Mineralstoffmängel sind ein heißes Thema. Laut dem österreichischen Ernährungsbericht sind große Teile der Bevölkerung, vor allem Kinder, Jugendliche und Senioren, nicht ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.           
Stress und hohe physische und psychische Belastung erhöhen den Mikronährstoffbedarf. Vitamine- und Mineralstoffe sind essenziell für die optimale Funktion der Zelle und des Stoffwechsels.
Die wichtigsten Mikronährstoffe in Bezug auf Stressresistenz und Regeneration sind Magnesium, Vitamin D und Omega 3 Fettsäuren. Magnesium ist als Kofaktor an der Aktivität von mehr als 300 Enzymen im Körper beteiligt. Vitamin D Mangel ist eine Epidemie, die sich durch alle Bevölkerungsschichten zieht und deren Bedeutung leider immer noch unterschätzt wird. Macht man sich bewusst, dass beinahe jedes Organ in unserem Körper Vitamin D Rezeptoren besitzt, ist es einleuchtend, dass Vitamin D weit mehr als nur ein „Knochen-Vitamin“ ist.

Die Omega-3 Fettsäuren („Fischöl“) stellen in der westlichen Ernährung eine Mangelware dar. Sie sind wichtig für eine optimale Gehirnfunktion und wirken regulierend auf Entzündungsprozesse. Eine gute Omega-3 Versorgung ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um Stress und Regeneration geht.

 

Mag. Julia Tulipan MSc.
ww.juliatulipan.at

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